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DSL-Speedtest – Wie schnell ist mein Internet?

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DSL-Anbieter werben häufig mit hohen Geschwindigkeiten. Aber werden diese überhaupt erreicht? Wann lohnt sich ein Anbieterwechsel?

Fakt ist, dass die tatsächliche Übertragungsrate von vielen Faktoren abhängig ist. So kommt es auf die jeweilige Auslastung des Servers an, von dem die Daten geladen werden. Auch die Tageszeit hat einen Einfluss auf die Geschwindigkeit. Denn je mehr Nutzer im Netz sind desto mehr Auslastung bedeutet das für die Knotenpunkte.

Wenn die Geschwindigkeit am eigenen Anschluss aber konstant zu niedrig ist, wird eventuell zu viel gezahlt. Denn manchmal liegen die Werte so weit daneben, dass sich ein Tarifwechsel lohnt. Um die Geschwindigkeit am eigenen Anschluss zu ermitteln, kann ein Speedtest durchgeführt werden. Dieser sollte an mehreren Tagen zu verschiedenen Zeiten ausgeführt werden. Anschließend lässt sich ein Durchschnittswert errechnen.

Eigene DSL-Geschwindigkeit ermitteln

Der Speedtest ermittelt die Geschwindigkeit des Uploads und des Downloads. Die Upload-Geschwindigkeit gibt an, mit welcher Übertragungsrate Daten vom eigenen Anschluss zum Speedtest-Server übertragen, also ins Internet hochgeladen werden. Der Download gibt den Wert für die Übertragungsrate vom Speedtest-Server zum eigenen Anschluss an. Also mit welcher Geschwindigkeit Daten aus dem Internet heruntergeladen werden. Die Upload-Geschwindigkeit ist im Normalfall um einiges geringer als die Download-Geschwindigkeit. Denn normalerweise werden deutlich mehr Daten aus dem Internet heruntergeladen als vom eigenen Computer ins Netz hochgeladen werden.

Im abgeschlossenen Vertrag bzw. Tarif des Anbieters sollte angegeben sein, welche Geschwindigkeiten maximal zu erwarten sind. Häufig werden diese mit „bis zu“ angegeben. Damit räumt sich der Anbieter natürlich einen gewissen Spielraum ein. Wenn die Geschwindigkeit allerdings deutlich unter den angegebenen Werten liegt, kann eine Nachbesserung durch den Anbieter nötig sein. Eventuell kommt auch der Wechsel in einen günstigeren Tarif in Frage.

Bei den verschiedenen Anbietern müssen vor dem Test einige Daten angegeben werden. Dazu gehört z.B. der Anbieter, der genutzte Tarif und ob eine WLAN-Verbindung genutzt wird. Die Seiten zeigen in der Regel auch an, wenn die gemessenen Werte zu niedrig für den angegebenen Tarif sind. Mehrere Webseiten bieten einen solchen Speedtest an, wie z.B. wieistmeineip.de. Damit die Messung auch realistisch ist, muss auch die Netzwerkverbindung daheim vorab geprüft werden.

Vor dem Speedtest sollten die folgenden Punkte berücksichtigt werden

  • Neben dem Computer auf dem der Speedtest durchgeführt wird, sollten keine anderen Geräte im Netzwerk aktiv sein. Ansonsten wird die Messung verfälscht. Das heißt, alle anderen Geräte wie Smartphones, Smart-TV und Tablets sollten ausgeschaltet bzw. der Internetzugang deaktiviert werden.
  • Die Messung sollte zu verschiedenen Tageszeiten ausgeführt werden, da die Last im Netz varriert. Auch der Server des Speedtests kann manchmal eine hohe Auslastung haben.
  • Aus den vorher genannten Gründen sollte die Messung auch an verschiedenen Tagen durchgeführt werden. Denn am Wochenende bzw. am Abend sind mehr Nutzer im Netz unterwegs, als zu den Arbeitszeiten.
  • Die Netzwerk-Verbindung im eigenen Hause sollte in Ordnung sein. Ein schlechter WLAN-Empfang kann zu niedrigen Übertragungsraten und Verbindungsabbrüchen führen.
  • Falsche Einstellungen im Browser bzw. in Windows können zu einer langsamen Verbindung führen. Deshalb ist es ratsam, diese Einstellungen zu überprüfen.
  • Am besten werden verschiedene Anbieter für den Speedtest genutzt, da die Auslastung der Test-Server auch einen Einfluss auf das Ergebnis der Messung haben kann.

Außerdem zu beachten:

  • Die Windows-Update-Funktion sollte für den Speedtest vorübergehend deaktiviert werden, da Windows-Updates auch im Hintergrund übertragen werden.
  • Auch Optimierungs-Tools und Energiespar-Programme können die Netzwerkleistung unter Umständen einschränken.

Webseiten die einen Speedtest anbieten:

www.avm.de
www.speedtest.net
www.computerbild.de
www.wieistmeineip.de

Einige Speedtest-Anbieter zeigen auch Messergebnisse von anderen Nutzern und Anbietern in der Region. Das zeigt, ob auch andere Kunden unzufrieden mit ihrem Provider sind und ob ein anderer Netzbetreiber ein besseres Netz zur Verfügung stellt.

Vor dem Wechsel beim Anbieter informieren

Bei einem Anbieterwechsel kann es böse Überraschungen geben. Denn oftmals werden von den Providern nur die Leitungen des jeweiligen Netzbetreibers gemietet. Dann kann es vorkommen, dass Sie im gleichen schlecht ausgebauten Netz weiter surfen. Wenn die genutzte Leitung bereits ausgereizt ist und keine höheren Übertragungsraten zulässt, war der Wechsel (abgesehen vom eventl. Preisunterschied) umsonst. Deshalb sollte man sich vorher informieren, welche Leitungen genutzt werden.

Bei DSL-Anschlüssen wird die Telefonleitung für die Verbindung genutzt. Je nach Länge der Leitung bzw. Abstand vom Haus zum Vermittlungspunkt fällt die mögliche Übertragungsrate höher oder niedriger aus. Ab dem Punkt der Vermittlungsstelle kommt es dann darauf an, wie das Netz des Betreibers ausgebaut ist. Das heißt, wenn beispielsweise die Telekom ein schlecht ausgebautes Netz in diesem Teilgebiet hat, ist keine hohe Geschwindigkeit zu erwarten. Wenn allerdings ein Netzbetreiber an diesem Standort ausgebaut hat und ein neues Glasfasernetz verwendet, kann der Geschwindigkeitsunterschied beim Anbieterwechsel deutlich positiv ausfallen.